individuelle Reisen durch Südamerika im 2CV und/oder Land Rover - Erleben Sie das  ursprüngliche Südamerika


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Letzte Aktualisierung: 02.12.2011

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Eine Ente auf Südamerika Reise

Hier geht es zum Teil 2

Start: 30.August 2012

Die Kastenente geht auf große Reise...


Hallo liebe Freunde,

Heute früh geht's jetzt endgültig los, Richtung Karibik...
Ein lange gehegter Traum, über Land von Paraguay aus Richtung Venezuela und Kolumbien zu fahren... und zwar mit unserer 2cv-Ente "la gordita" beginnt jetzt endlich.

Wir sind nur zu dritt. Das heißt:

Erst mal meine liebe Frau und Weggefährten "Domi", die ich jetzt zum ersten mal ganz für mich alleine genießen darf, denn wir hatten in all den Jahren die wir jetzt schon zusammen sind, wenig Gelegenheit so intensiv zusammen sein zu dürfen, wie hoffentlich jetzt auf dieser Reise.

Ja, und dann "la gordita", unsere Kastenente Baujahr 1969, auf die ich ganz besonders stolz bin.


el-desafio-002.jpg

Hab viele, viele Stunden mit ihr verbracht beim Restaurieren und da war ich eigentlich in Gedanken schon auf der Tour.

 

Und da bin eigentlich nur noch ich.

Unsere größte Herausforderung auf der ersten Hälfte der Reise, wird die viel gefürchtete BR 319 im Amazonas in Brasilien sein.

http://www.fusca1974adventure.blogspot.com/


Ich werde versuchen, des Öfteren kleine Berichte auf die Homepage zu bringen, um Euch auf dem Laufendem zu halten.


EL DESAFIO SUDAMERIKA NOS ESPERA

Walter y Domi (tripulacion de "la gordita")

 

05.09.2011 - Poconé / Brasilien

Ich möchte Euch einen kleinen Zwischenstand mitteilen. Nach 3 Tagen Camping im Pantanal (mit Angeln, etc.), sind wir in Poconé gelandet. Wir bereiten uns nun auf die BR319 (googelt mal danach) vor.

Hier die Bilder der ersten Tage:


Brasilien Richtung Pantanal
Einfahrt in's Pantanal
Parkranger imPantanal
Dream Team
Kaimane in der Sonne
Ein Ara

08.09.2011 - Porto Velho / Brasilien

Wir sind in Porto Velho angekommen. Hier bleiben wir erst einmal ein paar Tage, um uns Informationen über den Zustand der BR319 einzuholen.

17.09.2011 - BR319 Humaitá - Manaus

Hier sind wir wieder. Die BR319 hatte es in sich. Leider hatten wir auf halber Strecke einen Defekt mit der Lenkung. Nun war improvisieren angesagt. Wir sind aber mittlerweile in Manaus angekommen. Jetzt stehen allerdings ein paar Reparaturen an. Vorab schon ein mal ein paar Impressionen von der unmöglichen Strasse.

 

03.10.2011 - Rückblick Brasilien / Ankunft in Venzuela

Rückblickend ist folgendes zu berichten:

Als wir auf der BR319 liegengeblieben sind musste ich feststellen, dass das Achsrohr worin Lenkung untergebracht ist gebrochen ist. Das alles ohne Vorankündigung. plötzlich ging die Lenkung schwer , und die Vorderräder standen total schief . Und das alles mitten im nichts! Dort wo es auf mind. 450 km keinerlei Zivilisation gibt. In brütender Hitze fange ich an, die Vorderachse auszubauen, denn irgendwas muss ich ja tun. Domi fächelt mir mit einem Handtuch die Millionen Insekten aus dem Gesicht, und kühlt mir mit einem feuchten Handtuch den erhitzten Kopf.

Hier ist kaum damit zu rechnen das wirkliche Hilfe kommt. Dann zwei Fahrzeuge, aber in die falsche Richtung, außerdem vollbesetzt. Wir hatten zwar genug Proviant dabei, bekommen von den Leuten noch Trinkwasser, ein paar Dosen Fisch und Früchte.

Wir verbringen die Nacht im Auto und hoffen, am nächsten Tag irgendwie weiter zu kommen. Ich versuche das Achsrohr mit Montier Eisen zu schienen, allerdings ohne sichtlichen Erfolg. Wir können den Amazonas Urwald mit seinem vollen Programm erleben. In anderer Situation hätten wir das auch richtig genießen können. Wir hatten ja schon einige schwierige Brücken passiert und ausserdem muss es ja irgendwie weitergehen. Dann gegen Abend hören wir wieder Motorengeräusch. ein kleinerer LKW 4x4 hält an und die zwei jungen Brasilianer wollen uns retten.

Kurzerhand bauen wir auch noch Motor und Getriebe aus und verzurren den vorderen Rahmenteil auf der Quertraverse des LKW‘s. Alles Gepäck kommt auf die Ladefläche inkl. wir beide. Bei einigen Rueckfahraktionen im Schlamm leidet auch noch mein Rahmen ganz fürchterlich. So im schlepp treffen wir dann nach zweieinhalb Tagen in Manaus ein. Richtige Supertypen, die beiden Brasilianer Gerardo und Meico. In den schwierigsten Situationen wird erst mal die Samba auf volle Lautstärke gedreht, und dann geht’s los, mit Auto ausgraben und so. Kein schimpfen und nörgeln war von den beiden zu hören.

Wir kommen in Manaus an und "la Gordita" wird bei Tommy (www.amazontommytours.de) abgeladen. Tommy lebt seit 18 Jahren in Manaus und stammt, so wie ich, auch aus Hessen. Hier haben wir es gut getroffen. Wir sind gut untergebracht in familiärer Atmosphäre. Tommy und seine brasilianische Frau sind sehr Hilfsbereit und lieb. Auch zwischen Domi und Balgjira entwickelt sich spontan eine schöne Freundschaft.

Schaden an der Kastenente
Tommy Amazonas Tours

 

Am nächsten Tag find ich eine Werkstatt in der Nähe, zu der ich zu Fuß hingehen und auch mitarbeiten kann. Das Achsrohr bringen wir in eine Dreherei, wo es dann auf der Drehbank gerichtet, geschweißt und verstärkt wird. Am nächsten Tag ist das teil fertig. Aaaaaaber mein Rahmen sieht furchtbar aus. Hier muss geflext, geschweißt, gezogen und gerichtet werden. Das dauert fast eine Woche, womit wir dann in Manaus einen dreizehntägigen Aufenthalt hatten. Ich selbst hab nicht viel von Manaus mitbekommen, außer Werkstatt, Dreherei, Auspuffbauer. Und immer wieder zwischendurch den Geldautomat besucht. Brasilien, speziell Manaus, ist sehr teuer. Und so haben wir doch in dieser Zeit unser Tagesbudget um einiges überschritten. Tommy ist uns preislich noch um einiges entgegengekommen. Hierfür noch mal vielen Dank an ihn und seine Frau. Wer irgendwann mal nach Manaus kommen sollte, da kann ich Tommytours nur empfehlen. Denn man ist bei Freunden untergebracht.

Endlich ist „La Gordita“ wieder einsatzbereit. Wenn auch Motorhaube und Kotflügel nicht mehr so richtig passen, das Auto fährt geradeaus und die Mechanik funktioniert wie eh und jäh. Wir fahren so gegen Mittag am letzten Mittwoch los. Wir haben nochmals Probleme mit dem Kondensator, der dritte jetzt. Die waren allesamt neu und aus DE mitgebracht. Ich hatte mir schon 2 neue gekauft, vom VW Käfer. Ich hab ihn einfach an das Minuskabel der Zündspule dazu geklemmt, seitdem funktioniert alles wieder. Doch dann noch einen kleinen Kabelbrand noch in Manaus , der aber keinen größeren Schaden angerichtet hat. Jetzt haben wir halt kein Radio mehr. Und so fahren wir weiter in Richtung Norden Am nächsten tagschaffen wir gerade mal 300km, da die BR174 zwar asphaltiert ist, jedoch nur aus Kratern besteht. Wunderschöne Landschaften schaffen den Ausgleich zu den Strapazen. Und so fehlen uns am Abend noch zweihundert km bis zur venezolanischen grenze. Wir ziehen es aber vor noch mal im Hotel zu übernachten und das letzte Stück Brasilien am nächsten Tag (Freitag) in Angriff zu nehmen. So war’s dann auch.

Noch am gleichen Tag durchfahren wir auf der BR 174 das Indianerschutzgebiet Waimiri Atroari, wo man die Durchfahrterlaubnis nur von 6 bis 18 Uhr erhält. Nachts sind die Schranken geschlossen. Es ist verboten anzuhalten, zu fotografieren und zu filmen. Parkwaechter hatten uns praktisch auf der ganzen Strecke mehr oder weniger im Auge, damit das auch eingehalten wird. Man gibt vor, das die Waimiri gefährlich sind. Ich denke aber, dass man sie einfach vor der sogenannten Zivilisacion schützen will. Ich will mich dann später besser informieren, was es da wirklich auf sich hat. Wir durchfahren dieses Gebiet und kommen dann kurz vorm dunkel werden auf der anderen Seite raus, wo exakt die Ecuatorlinie verläuft. Da gibts ne Tankstelle und ein kleines Fernfahrer-Restaurant. Wo gibts hier ne Unterkunft? fragen wir den Kantinero. Er geht mit mir hinters Haus und zeigt mir ein Iglu-Zelt mit zwei Matratzen drin, welches er uns gerne fuer 20 Real die Nacht vermieten würde. Wir schlagen zu, denn mangels Lust am Bettenbau in der "Gordita". Außerdem ist was essbares und ein frisches Bier erst mal wichtiger.


 

An der Grenze bemerke ich, dass ich die Menschen wieder richtig verstehe. Muss wohl an der Sprache liegen, die die Venezolaner hier sprechen!!!!!!!! Für Venezuela muss ich eine Versicherung abschließen, was jetzt am Wochenende nicht mehr so richtig klappen will, denn im Computersystem der Versicherungsgesellschaft existiert kein Citroën 2cv AZU. Wird also auf Montag verschoben. Wir erhalten die Erlaubnis, nach Santa Elena, der Grenzstadt auf venezolanischer Seite zu fahren und kommen bei Erik unter. Erik ein deutscher aus Köln. Er veranstaltet Touren in Venezuela und betreibt eine Posada. Wunderschön! Er und seine venezolanische Frau, seine Kinder (2) sind fantastische Menschen und nehmen uns herzlich auf. Und das Schönste an diesem Land :!!!!!!!!!!! ich weiß, es wird mir niemand glauben!!!!!! Ich kann beobachten wie jemand in seinen Monstertruck 150 Liter feinstes und gutes Benzin tankt … der Preis??????? für sage und schreibe wirklich 150 Liter = 10.- in Worten: zehn Bolivars (1 Euro = 10.- Bolivars). Auf die Gefahr hin, dass Ihr mich für verrückt erklärt (was wahrscheinlich auch irgendwie stimmt) ES IST WIRKLICH WAHR! als ich vor 32 Jahren mal in Venezuela zum Arbeiten war, hatte damals das Benzin schon fast nichts gekostet und ist bis heute immer nur noch billiger geworden. Der Preis für einen Liter ist also selbst in euro-cent fast nicht erfassbar. So, das war’s erst mal für heute…

 

Abschied aus Brasilien

10.10.2011 - Santa Elena - Puerto Ordaz

10.10.2011 - Santa Elena - Puerto Ordaz

Noch kurz die Web-site von Eric und Yari www.backpacker-tours.com. Hier waren wir in seiner Posada „Los Pinos“ untergebracht, die wunderschön mit Pool und sehr liebevoll gestaltet ist. Mit sehr schönen originellen Details. Die Betreuung ist sehr familiär. 
Am Montag dann gegen Abend war endlich die Versicherung fertig, die überraschenderweise nur die Hälfte kostet als es angesagt war. Ich protestiere nicht. „La Gordita“ ist jetzt für ein Jahr in Venezuela versichert, für umgerechnet 68 €. Am Dienstag, früher Nachmittag geht es weiter. 
Nur noch volltanken und ein bisschen einkaufen. Auch hier gilt, ausländische Fahrzeuge bekommen in der Grenzstadt kein Benzin, wegen dem Schmuggel. Dies wird an jeder Tankstelle von Polizei und Militär überwacht. Wir stellen uns an, und es sofort kommt ein Militär angelaufen, sagt uns das wir an einer anderen Stelle tanken müssten zu erhöhtem Preis. Sein Vorgesetzter der unterm Sonnenschirm sitzt ruft: „hey, wo kommen die denn her, mit ihrem selbstgebasteltem Volkswagen?????“ Paraguay ist die Antwort!!!! Volltanken, aber sofort. War wieder mal ein sehr lustiges Erlebnis, was bestimmt nicht zustande gekommen wäre, wären wir mit ‘nem Luxus-Monster-Reisemobil unterwegs gewesen.

So, es geht jetzt weiter. Von Eric haben wir noch ein paar Tipps bekommen bezüglich Übernachtungsplätze. Von den sieben Tepuys (Tafelberge) sehen wir leider nicht viel, weil der Himmel regenverhangen ist. Der größte (Roraima) ist über 2700 m hoch und sehr beeindruckend. Wir schlagen unser Camp auf am Rio Kawi mit schönem Wasserfall, bei den Indianern vom Stamm Kauwi, und bekommen noch sehr viel Infos über die Besiedlung der verschiedenen Indianer Tribus die in der Gran Sabana ansässig sind. Auch über die Probleme der Indios, sowie auch der Regierung, die ihre Probleme mit den illegalen Goldwäscher- und Diamanten-Camps auszutragen hat. Wir schaffen es gerade noch so unser Bett im Auto vorzubereiten, und ein oder zwei schöne Bierchen aus der Büchse zu trinken, dann bricht ein Wahnsinns Gewitter los. Wir begeben uns schnell in die Obhut von "La Gordita" Der morgen tut dann einfach so, als wäre nichts gewesen.

Noch schnell die morgendliche Toilette, das ist so: zuerst mit dem Eimer Wasser aus dem Fluss holen, damit man Wasser zum Spülen hat. Duschen geht auch, natürlich auch mit dem Eimer. Dann können wir noch eine Kauwi bei der Herstellung von Kunsthandwerk beobachten. Hier ist alles noch sehr ursprünglich. Wir fahren weiter Richtung Norden. Immer an wunderschönen Flüssen und immer wieder beindruckenden Wasserfallen vorbei, wobei wir dann auch schon mal Pause machen, zum Fotografieren und so.

 

 

Es wird langsam Zeit nach einem Übernachtungsplatz zu suchen, finden aber einfach nicht geeignetes. Da, kurz vor dunkelwerden einen verlassenen „Parador Turistico“. Nach langem in die Hände klatschen bewegt sich endlich was im hinteren Haus. Ein Mann kommt zu uns ans Tor und fragt nach unseren Wünschen. Ich erkläre die Situation und sage, wir brauchen ja eigentlich nur einen relativ sicheren Stellplatz, um zu übernachten, um was zu essen zu machen und vielleicht noch ein paar kühle Bierchen trinken die wir da in der Kühlbox haben. Da fängt er an über das ganze Gesicht zu strahlen. Ich bin Jose, stellt er sich vor und bei den Bierchen will er mich gern ein bisschen unterstützen. Domi bereitet ein leckeres Essen für uns alle (es kommen noch zwei Arbeiter dazu) vor und alle bedienen sich mit gutem Appetit. Resultat am nächsten Morgen: fast kein Bier und keine Zigaretten mehr. Die Literflasche Rum ist auch fast draufgegangen. Es war aber sehr lustig, so ist das halt mit dem "Land und Leute" kennenlernen.


Dann wird es wieder mal Zeit zum Tanken. Wir reihen uns in die Warteschlange in der Goldminen Stadt km 88 (die befindet sich bei km 88 und heißt auch so). Und genauso geht’s hier auch zu. Immer wieder werden wir gefragt, was das denn für ein seltsamer selbstgebastelter Volkwagen ist. Für die Leute hier mir ihren Achtzylinder Ami-Schlitten ist es unvorstellbar das die Automobilindustrie in Europa jemals so ein lustiges Auto fabriziert hatte. Endlich sind wir an der Zapfsäule angelangt. 21 Liter gehen rein. Der Tankwart lacht sich kaputt. Wegen solchen lächerlichen Beträgen greift er nicht nach dem Wechselgeld. Stattdessen ein herzliches "Bien venido en Venezuela y buen viaje" anstatt 0,20.- € haben wir diesmal gar nichts bezahlt. Achtzylinder Amischlitten, oder extrem hochgelegte 4x4 beherrschen das Straßenbild. Wir sind bald wieder aus der Stadt heraus und es geht gemächlich weiter durch die Gran Sabana und dann später durch ursprünglichen Dschungel.

Weiter Richtung Puerto Ordaz, welches unser Etappenziel sein soll. In Upata beim Tanken zeigt einer auf den Ölflecken unter der Ente. Und tatsächlich: Ölverlust. Kann aber nicht feststellen wo das herkommt, so fahren wir weiter über San Felix nach Puerto Ordaz, wo ich vor 32 Jahren mal für Dillinger Stahlbau gearbeitet hatte. So kommen alte Erinnerungen wieder hoch. Ich erkenne die Stadt aber nicht mehr wieder. Alles neu und modern. Eine schnellwachsende Stadt mit allen seinen vor und Nachteilen. Wir sin gut untergebracht bei „Don Lobo“ und seiner Frau Rosa. www.lobo-tours.de Lobo,(Wolfgang) betreibt eine kleine Posada sowie ein camp im Orinoko-Delta. Aufallend ist hier, das wirklich alles vergittert ist. Sogar Straßenzüge sind mit Gittertoren gesichert. Willst du also Freunde besuchen, fährst du bis ans Straßentor, und rufst per Handy an (da wo du hinmöchtest). Der Anwohner muss dich dann am Tor einlassen. Die Anwohner selbst haben natürlich eine Fernbedienung im Auto. Wir glauben nicht das wir so leben möchten bei aller Modernität und stellen fest wie gut frei und sicher wir doch noch in Paraguay leben können.

 

26.10.2011 - Orinoko Delta

Ich muss feststellen, dass die Reparatur von meinem Achsrohr doch nicht optimal war. Hier muss unbedingt nachgebessert werden.

 Ich lerne durch Lobo Christoph Stockhausen kennen, der mir die Reparatur nochmals nachbessern will. Er hat von seinem Vater einen Spezialbetrieb für Schweißtechnik übernommen. Außerdem bietet er mir an, ein neues Teil (falls ich jemand kenne der eins hat) auf den Namen seiner Fa. über DHL schicken zu lassen. Also noch mal die Achse ausgebaut und in seinen Betrieb gebracht. Sowie ein neues Achsrohr bei unserem Freund Andre Poeschel in Deutschland bestellt.

Nachdem die alte Achse neu geschweißt ist, baue ich alles wieder zusammen, um uns die Wartezeit auf die andere Achse in der Gegend um Puerto Ordaz mobil zu vertreiben. Nur der Auspuff muss erneut geschweißt werden und einen ausgelaufenen Stoßdämpfer wieder von der Reparatur abholen. Dann kann’s am Samstag losgehen zu einer Boots- und Angeltour auf dem Guri.

Christoph und seine Fam. haben uns eingeladen, das Wochenende in ihrem Landhaus in Pao Nueva Fortuna zu verbringen. Die "Angeltour am Guri" war ein tolles Erlebnis. Wir hatten den See, der ja riesig groß ist, erkundet und dabei auch einige schöne Fische gefangen. überhaupt dieser sehr schöne Fisch dessen Namen ich vergessen habe, war ein Erlebnis pur.

Bootstour auf dem Orinoko Orinoko Anglerglück

 

ANACONDA: Wir hatten an einem Baumstumpf unser Boot festgemacht und warteten das noch ein paar Fische beißen. Ruhiges Wasser und auch sonst nichts los. Was ist denn das da hinter uns sagt Christoph??? Plötzlich leichter Wellengang der mitten aus der Wasseroberfläche entsteht. Sieht irgendwie so aus, als würde da gleich so ein Mini-U-Boot auftauchen. Kommt aber nichts aus dem Wasser raus, sondern das ganze bewegt sich ziemlich rasch von alleine in Ufernähe. Am Ufer, das mit viel Unkraut bewachsen ist, ist dann der Spuk vorbei. Christoph und MiMi kommen zu dem Schluss, das das wohl nur eine riesen Anakonda gewesen sein konnte. Am Abend, dann wieder in Nueva Fortuna noch schön gegrilltes Fleisch gegessen und der tag war ein voller Erfolg.

 Siesta   

 

Am Montag den 12. Oktober fahren wir nach Ciudad Bolivar, weil wir da eine Adresse haben, wo wir zum Schwarzmarktpreis Geld wechseln können und übernachten in der schönen, fast luxuriösen Posada "la Casita" von Peter Rothfuss. Wir schlafen wieder mal in der Gordita. Unser nächstes Ziel ist Piacoa am Orinoko-Delta . Dann, so 20 km vor dem Ziel: ein Knall und ein Reifen hat sich für immer verabschiedet. Ich montiere unser letztes Reserverad und fahren noch bis zur nächsten Gomeria, um zu sehen ob wir da wenigstens vielleicht einen gebrauchten Reifen erstehen können. Bei der Frage: habt ihr so einen Reifen???? ernten wir nur mitleidiges Lächeln. So eine Größe braucht in Venezuela kein Mensch. Die sehen ja so ähnlich aus wie "Spalt-Tabletten". Keine von den nachfolgenden Gomerias kann sich vorstellen dass es solche Reifen in diesem Land zu kaufen gibt. Also fahren wir nicht nach Piacoa, sondern zurück nach San Felix wo es jede Menge Reifenhändler gibt und versuchen da unser Glück. Immer das mitleidige Lächeln "no hay" es wird schon dunkel und wir beschließen zurück nach Puerto Ordaz zu fahren um da noch mal bei Lobo zu übernachten. Morgen sieht’s vielleicht anders aus. Dann ein großer Reifenhandel der Marke Firestone. Die machen grad den Laden dicht, ich schaffe es aber doch noch den Chef nach unseren Reifen zu fragen. Der fragt: Wie viele brauchst du denn???? Na ja, mindestens einen oder besser zwei. So erstehe ich doch noch zwei Firestone neu hergestellt in Venezuela 155x15 war doch noch ein guter Tag.

   


Zweiter Versuch nach Piacoa geht super gut und wir können am Hafen, da wo jede Land-Verbindung aufhört, leckeren Flussfisch in einer Hafenbude genießen. Weil wir viel Zeit haben, an diesem Tag, beobachten wir das treiben am sogenannten Hafen wo es eigentlich nur kleine boote gibt die ununterbrochen Benzinfässer verladen und ins Delta rausfahren. Hier geht es um Benzinschmuggel nach Britisch Guyana. Benzin für Britisch Guyana und alles Mögliche von da nach Venezuela. Das Delta von einer Fläche ungefähr so groß wie Belgien und tausenden Nebenarmen des Orinoko ist für die Behörden unkontrollierbar. Außerdem denke ich, dass die Polizei sowie Militär bei der Schmuggelei erheblich dabei sind. Roger, ein Franzose (der kein Wort französisch spricht) und das Posada-Camp Oridelta leitet, holt uns dann am Hafen ab und wir übernachten in seinem Camp. Wir verbringen einen sehr interessanten Abend mit Roger, der auch sehr viel über das Leben in Venezuela erzählen kann. Zurück nach Puerto Ordaz wo wir, ich weiß nicht zum wievielten Mal bei Lobo einlaufen, wo wir dann auch übernachten weil unser Achsrohr bereits in Puerto Ordaz angekommen ist. Morgen kann es also weiter gehen in Richtung Norden und dann immer gerade aus. Gegen Mittag bekomme ich die Lenkung mit Achsrohr auch dann ausgehändigt, und ich beschließe diese erst mal nur auf das Dach zu schnallen, weil die reparierte Lenkung bis jetzt ja ganz gut durchhält.

   

el desafio 005

Hier geht es zum Teil 2 der Reise

Begleite uns auf unserer Reise durch Südamerika. Von Paraguay bis in die Karibik. Alles mit der 2CV Kastenente